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Schwestern

von Theo Fransz

Das Stück „Schwestern“ beschäftigt sich mit dem Tabuthema „Tod“. Es ist berührend, das Thema schwer und doch kommt es auf eine leichte, oft auch lustige und komische Weise daher. Ist es ein geliebter Mensch oder ist es die Katze, die überfahren wird, ist es der Abschied von einer Freundin oder von der Lieblingspuppe, immer tut es weh.

Jeder muss für sich eine Strategie entwickeln, um den Verlust zu ertragen und letztendlich zu akzeptieren.

Inhalt

Mathilde wird jede Nacht von Zus, ihrer jüngeren Schwester besucht. Zus ist vierzig Tage zuvor tödlich verunglückt, aber für Mathilde ist sie noch da: als Gesprächs­partnerin, als Spiel­­kameradin, als einzige Zeugin des schrecklichen Unfalls, an dem Mathilde schuld zu sein glaubt. Die Eltern machen sich Sorgen um Mathilde, denn nachts spricht sie mit der toten Schwester Zus, spielt mit ihr die alten Spiele und lässt sich von ihr trösten. Auch Zus sucht Wärme bei Mathilde. Sie will, dass die Schwester aufhört zu trauern, denn erst dann kann sie selbst frei sein.

Es ist beeindruckend wie Mathilde mit der Trauer umgeht, welche Strategien sie hat und wie sie es schafft, am Ende des Stückes ihre Schwester loszulassen und nach vorne zu schauen. Auch darum geht es in diesem Stück, um das Loslassen eines geliebten Menschen. Es soll zeigen, dass jeder seine Zeit braucht, um das Unabänderliche des Todes zu akzeptieren und mit der Trauer fertig zu werden.

Die Dialoge sind temperamentvolle Wortwechsel und Sprach­spiele, es wird dialogisch erzählt und auch dialogisch dargestellt. Es wird gelacht, gestritten, geweint, getanzt und musiziert. Trotz des schweren Inhaltes besitzt das Stück eine fröhliche Leichtigkeit.

Ein starkes Stück, stark inszeniert und mit allem Herzblut gespielt.

Badische Zeitung (zur Kritik)

Mitwirkende

Marlene Wenk

Regie

Trailer

Theater RadiX

Theater RadiX, Jugend- und Erwachsenentheater wurde 2008 von der Regisseurin und Schauspielerin Marlene Wenk mit der Idee gegründet, anspruchsvolles Theater zu machen, das sich vornehmlich jugendrelevanten Themen und denen junger Erwachsener widmet.

Ziel der freien Theatergruppe ist es, Menschen in attraktiver, sinnlicher und frecher Form für Themen zu sensibilisieren und Themen-/ bzw. Problemfelder zu bearbeiten, die für das alltägliche Leben enorme Relevanz besitzen.

Mit „Eins auf die Fresse“, im Herbst 2009 als erste Inszenierung von Theater RadiX im E-Werk Freiburg mit durchschlagendem Erfolg aufgeführt, wurde ein Theaterstück gefunden, das sich, ebenso wie die folgenden Inszenierungen „Verrücktes Blut“, „Der Unsichtbare“ und „Ich Komma Saufen“, passgenau in die Zielsetzung von Theater RadiX fügt: nämlich Jugendliche anhand künstlerischer Darstellungsformen zur Selbstreflexion bezüglich tagespolitischer Themen anzustoßen.

Buchung für Gastspiele unter 0176/621.079.99 oder per Formular

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